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Vier Hanbauer-Tore bei irrem Sieg in Neufeld

Die SCE-Fans brauchten beim freitägigen Duell mit dem ASV Neufeld gute Nerven. Das Spiel begann zunächst nach Wunsch der Wisak-Elf, als man dank Patrick Hanbauer früh mit 1:0 in Führung gehen konnte. Mitte der ersten Hälfte schwächte sich Neufeld durch eine rote Karte selbst und der SCE ruhte sich auf seinen Lorbeeren aus, was sich beinahe gerächt hätte. Zu Beginn der zweiten Hälfte geriet man trotz Überzahl in Rückstand. Danach drehte man jedoch auf und erzielte innerhalb von 15 Minuten vier Treffer.

 

"I brauch' an Doktor" - mit diesen plastischen, aber durchaus treffenden Worten rekapitulierte ein SCE-Fan nach Abpfiff das Spiel. Dieses geizte nicht mit Highlights, doch der Reihe nach. Durch die längerfristigen Ausfälle von Kapitän Matthias Kusolits (Knöchelbruch) und Stefan Barisits (Muskelfaserriss) war Trainer Roland Wisak - wie bereits gegen Großhöflein - zu einigen Umstellungen gezwungen. Im nach knapp 20 Minuten abgebrochenen Nachbarschaftsduell schoss die rot-weiße Elf früh eine 2:0-Führung heraus. Auch dieses Mal sollte es zunächst gut aussehen. 

 

Nach zehn Spielminuten trat Patrick Hanbauer zum Freistoß aus knapp 20 Metern an und überwand Heimgoalie Zaman Gharibi zur Führung für den SCE. Danach hatte die Wisak-Elf das Spiel im Griff und wirkte optisch überlegen. In Minute 23 spielte Neufeld dem SCE hier zunächst augenscheinlich in die Karten - Michael Schwaiger wurde nach einem harten Einsteigen gegen Michael Malzl vom Platz gestellt. Das Team von Roland Wisak fiel danach jedoch zurück und begann den Vorsprung zu verwalten, was sich nur wenig später rächen sollte. Es war knapp eine halbe Stunde gespielt, da stand Neufelds Maximilian Ljubinkovic nach einer Flanke goldrichtig und traf per Kopf zum Ausgleich. Danach neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld meist gegenseitig und so ging es mit dem Remis in die Kabinen.

 

Zehn Neufelder schocken den SCE

 

Im zweiten Spielabschnitt starteten die Hausherren furios. Nur rund 90 Sekunden nach dem Wiederanpfiff konnte sich Davor Grgic im Strafraum des SCE durchsetzen und zur überraschenden Führung für seine Farben einnetzen. Nur eine Minute später folgte der totale Schock für die Wisak-Elf. Nach einer Hereingabe von rechts war es erneut Grgic, der frei zum Abschluss kam und auf 3:1 stellen konnte. Doch der SCE steckte nicht auf und agierte nun bewusst druckvoller und offensiver. Vor allem aus Standards wurde man immer wieder gefährlich. So verzog Julian Kusolits nach einem Eckball aus spitzem Winkel. Kurz darauf sollte es Teamkollege Alexander Kampitsch besser machen. Nach einem Freistoß legte Thomas Barilich zur Mitte ab, wo der SCE-Angreifer goldrichtig stand und zum Anschluss treffen konnte.

 

Neufeld zog sich daraufhin zurück und  verlegte sich vollends aufs Kontern. Der SCE zeigte sich nun deutlich feldüberlegen und kam durch Saadi zu einer guten Chance, sein Schuss strich jedoch am Pfosten vorbei.  In Minute 66 brandete dann aber großer Jubel auf - es war gewissermaßen eine Kopie des Anschlusstreffers. Erneut fand ein Freistoß den Kopf von Barilich, der zur Mitte ablegte, wo diesmal Patrick Hanbauer zur Stelle war - 3:3. Der Treffer gab der Wisak-Elf sichtlich neuen Schub und man schnürte die Hausherren nun in deren Hälfte ein. Diese waren kurz nach dem Ausgleich nur noch zu neunt. Der alleine aufs Tor stürmende Kampitsch wurde von Max Palmetzhofer zurückgehalten und Referee Emre Kazanci schickte ihn dafür vom Feld. Den dafür fälligen Freistoß übernahm Patrick Hanbauer. Dieser ließ Neufeld-Schlussmann Gharibi keine Chance und traf zur viel umjubelten Führung für den SCE. Für den Defensivspezialisten bereits der fünfte Saisontreffer. Doch die Nummer 22 des SCE hatte noch nicht genug. Nach einem Foul im Strafraum an Pölzelbauer zeigte Schiedsrichter Kazanci auf den Punkt. Hanbauer trat an - und traf zum 5:3 aus Sicht der Wisak-Elf. So steht der Vertreter von Abwehrchef Matthias Kusolits bei mittlerweile sechs Saisontoren. Beim 5:3 blieb es auch bis zum Schlusspfiff. Am Ende können die rot-weißen über drei Punkte jubeln, die man sich hart, aber verdient erarbeitet hatte.

 

ASV Neufeld - SCE 3:5 (1:1)

 

Sportanlage Neufeld

150 Zuseher

 

Aufstellung: Fennes; Fiedler - Barilich - Hanbauer - Malzl; Fischer (48. Maad A.) - Kusolitsch (75. Steigleder); Pölzelbauer - Kusolits J. - Saadi (88.Pasterniak M.); Kampitsch

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