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Der große Rückblick auf 2020 - was für ein Jahr!

Bilder: STRABAG, Gerhard Breitschopf

Der SC Eisenstadt blickt auf ein bewegtes Jahr zurück. Wie die meisten anderen Vereine, blieb auch der SCE nicht von den Folgen der Coronapandemie verschont. So musste etwa das große SCE-Nachwuchsturnier, die Iron-City-Trophy („ICT“), für 2021 leider abgesagt werden. Das Event fand im Jänner 2020 erstmals statt und zog eine vierstellige Zahl an Besuchern ins Eisenstädter Allsportzentrum. Unter den zahlreichen Top-Teams waren mit dem FC Flyeralarm Admira und der Wiener Austria auch zwei Bundesligisten vertreten. Die coronabedingten Umstände lassen eine Austragung zu Jahresbeginn 2021 jedoch leider nicht zu.

 

Iron City Trophy sollte verheißungsvoller Jahresauftakt werden

Die ICT 2021 hätte vom 22. bis zum 24. Jänner 2021 über die Bühne gehen sollen. "Die Absage war aber leider alternativlos", weiß Jugendleiter Jörg Pasterniak. Entmutigen lässt man sich davon jedoch keinesfalls, wie er festhält. "Wir sind guter Dinge, dass wir 2022 wieder durchstarten können. Dafür werden wir uns auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen", lässt der Nachwuchsleiter wissen. 

 

Dass die Jugendarbeit beim SCE breite Früchte trägt, zeigte sich allerdings nicht nur dort. Mittlerweile darf man sich über insgesamt fünf Nachwuchsteams freuen. Beginnend bei den Kleinsten, der U6, über die U8, U10 und U12 bis hin zur U13 tummeln sich mehrere Dutzend Nachwuchskicker in den Reihen des Vereins. Auch durften bereits einige bedeutende Erfolge gefeiert werden. So krönte sich etwa die U13, damals noch U12, zum Champion und wurde Gruppensieger. Darüber hinaus durfte man auch über zwei erfreuliche Wahlsiege jubeln. Zunächst war es die U12, welche bei der Wahl der BVZ zum „Nachwuchsteam des Jahres“ gekürt wurde. Nur kurz darauf durfte sich auch deren Coach, Andreas Zankovitsch, über eine Auszeichnung freuen. Er sicherte sich bei der Wahl der Bezirksblätter den Titel als beliebtester Nachwuchstrainer des Bezirks.

 

Der SCE kehrt in die Landeshauptstadt zurück

Dass solche Erfolge überhaupt möglich werden ist vor allem den neu geschaffenen Trainingsmöglichkeiten zu verdanken. So finden die Einheiten der SCE-Jugendteams seit Sommer auf der Sportanlage des Gymnasiums Kurzwiese statt. Somit kehrten die SCE-Nachwuchsteams nach langer Absenz in die Landeshauptstadt zurück.

 

Wenig später sollten es ihnen die Erwachsenenteams gleichtun. Dank enger Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Stadt Eisenstadt konnte man heimkehren und darf seine Spiele zukünftig auf der neu errichteten LA-Anlage in der Zielgeraden austragen.

Das Eröffnungsspiel hatte es sogleich in sich – im BFV-Cup traf man in einer Neuauflage des Kaffeederbys auf den Ostligisten SC Neusiedl am See. „Das hätten wir uns nicht besser wünschen können“, betont Obmann Michael Billes. Trotz der klaren Favoritenrolle für die Seestädter zeigte die Wisak-Elf eine beherzte Leistung, musste sich am Ende aber trotz dem zwischenzeitlichen und viel umjubelten Ausgleich mit 1:3 geschlagen geben.

Bilder: Gerhard Breitschopf

SCE-Legendenelf im virtuellen Corona-Duell

Im Frühjahr beherrschte ein anderes, legendäres Spiel die Schlagzeilen. Der SCE veranstaltete ein virtuelles „Spiel gegen Corona“ im Lindenstadion. Das Match gegen die virtuellen Virenkicker fand online statt und konnte bei Kauf eines Tickets im Internet gestreamt werden. Es sollte als jenes Abschiedsspiel für das Lindenstadion dienen, das es so nie gab. Mit dabei waren auch zahlreiche prominente Gesichter. Gespielt wurde das Duell auf der Playstation von SCE-Nachwuchsschirmherr Patrick Schmidt, als Kommentator fungierte SCE-Edelfan und Sky-Kultkommentator Thomas Trukesitz.

 

Im Vorlauf des Spiels hielt man zudem eine Wahl der Legendenelf ab. Angeführt von Kapitän Jürgen Weber fanden sich die Herren Gerhard „Löwe“ Horvath, Michael Leeb, Peter Kloiber, Hans Füzi, Hans Schöll, Ossi Steiger, Kult-Regisseur Přemysl Bičovský, die leider viel zu früh verstorbenen Ruben Plaza und Erwin Schneider sowie Hannes Marzi in dieser von den Fans gewählten Mannschaft. Zum Trainer wurde von den Anhängern niemand geringerer als Ernst Weber gekürt.

Sportlich durfte man sich in der im Oktober unterbrochenen Herbstsaison über konsequente Leistungen freuen. Nach acht absolvierten Spielen hält man bei 15 Punkten und musste nur gegen Tabellenführer Hornstein eine späte Niederlage einstecken. „Die Mannschaft hat gezeigt, was möglich ist, wenn wir unser volles Potenzial abrufen“, erklärt Trainer Roland Wisak. „Nun geht es darum, die Leistungen zu stabilisieren und mehr Konstanz hineinzubringen“, weiß er. „Wir hoffen, dass im Frühjahr wieder gespielt werden kann. Dennoch steht an erster Stelle die Gesundheit und wir unterstützen stets jenen Weg, der der Minimierung des Risikos dient“, hält er fest.

 

Vereinsführung zieht zufriedenes Fazit

Zusammengefasst darf man auf ein Jahr toller Entwicklungen zurückblicken, dass durch die Coronapandemie jedoch früh schaumgebremst wurde. Der SCE machte aus den Umständen jedoch Chancen für Neues und arbeitete unter den neuen Bedingungen umso zielstrebiger weiter.

 

„Es war wieder ein Jahr, in dem wir uns, trotz der Einschränkungen und Umstände, sehr stark weiterentwickeln konnten. Wir wollen unseren bisher erfolgreichen Weg konsequent weitergehen“, fasst Obmann-Stellvertreter Sascha Eisenwort zusammen.

 

„Zu guter Letzt wollen wir unseren treuen Fans, Mitgliedern, Sympathisanten und Unterstützern danken. Ohne sie wäre alles, was wir tun vergebens. Wir freuen uns bereits auf die Zeit nach der Pandemie, wann immer diese auch sein mag. Denn dann wollen wir wieder gemeinsam mit unseren Anhängern über möglichst viele Siege jubeln“, hält Obmann Michael Billes abschließend fest.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ch.msrsol@gmail.comq (Dienstag, 29 Dezember 2020 09:07)

    Super Beitrag , gefällt mir sehr gut. Toll verfasst