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Klare Niederlage gegen Neusiedl/See

 

Der Favorit aus dem Seewinkel setzte sich im Spitzenspiel der 21. Runde klar durch und feierte einen Kantersieg.

 

Die Amateurmannschaft von Neusiedl/See kommt als hoher Favorit zur Leichtathletikanlage Eisenstadt. Gleich vier der aufgestellten Spieler findet man im Kader der Kampfmannschaft 1, welche in der Regionalliga – also vier Klassen höher – spielt. Die Jungs vom SCE haben es also beinahe mit einem halben Regionalliga Gegner zu tun, was man von Anfang an bemerkt

 

Die Gäste übernehmen das Kommando bereits in Minute 1 und haben die Anfangsphase des Spiels klar im Griff. Schon in der ersten Minute geht ein gefährlicher Kopfball nur knapp am Tor von Covaciu vorbei. In Minute 4 zeigt Marc Kobor nach Zuspiel von Patrick Sonnleitner eine sehenswerte Aktion, indem er einen Fallrückzieher aufs Tor bringt. Tormann Covaciu hat mit dem eher schwach ausgefallenen Schuss jedoch keine Probleme. Drei Minuten später kann sich der Eisenstädter Torhüter abermals auszeichnen nachdem Lukas Gatti den Ball nach einem Eckball in Richtung Tor schickt. In der 9. Minute schaffen es die Eisenstädter dann erstmals in den gegnerischen Strafraum. David George verdribbelt sich dort aber.

 

In Minute 12 belohnen sich die Neusiedler erstmalig für ihr Angriffsspiel. Nach einer Maßflanke von Raul Bucur schießt der ungenügend gedeckte Marko Zlatkovic den Ball aufs lange Eck. Covaciu ist zwar noch dran, kann den Ball aber nur mehr ins eigene Tor ablenken. Drei Minuten später schießt Marc Kobor die Kugel klar über das Tor. Gleich darauf passiert Goalie Covaciu ein schrecklicher Fehlpass. Mario Horvath sagt Danke und befördert das Spielgerät mühelos zum 0:2 ins Netz.

 

Mit solchen Patzern kann man mit einem Gegner dieses Kalibers natürlich nicht mithalten. Die Gäste schalten nun einen Gang zurück. Dadurch kommen die Hausherren zu dem einen oder anderen Entlastungsangriff. Wirkliche Gefahr kann für die Abwehr aber keine erzeugt werden. So ist es wieder Neusiedl, die in der 31. Minute für die nächste Chance sorgen. Patrick Sonnleitner kommt nach einer Ecke per Kopf an den Ball, dieser fliegt aber klar über die Latte.

 

Fünf Minuten später enteilt Raul Bucur seinem Gegenspieler Erhard Pölzelbauer und läuft alleine auf das Tor zu. Er bringt den Ball an Covaciu vorbei und sorgt damit für die endgültige Entscheidung. Nun ist klar, dass die rund 180 Zuschauer heute keine Sensation zu sehen bekommen. In der 38. Minute hat Raul Bucur sogar die Chance noch weiter zu erhöhen, setzt seinen Schuss aber neben das Ziel.

 

In Minute 40 ist es wieder Raul Bucur, der ein starkes Solo hinlegt und aufs Eisenstädter Tor zuläuft. Armin Music kann sich aber gerade noch in den Schuss werfen und sein Team vor einem höheren Rückstand bewahren. Zwei Minuten später ist es wieder Music, der im Mittelpunkt des Geschehens steht. Im Zuge einer der seltenen guten Angriffe des SCE kommt er zum Schuss, bei dem der Neusiedler Torhüter Marko Misutka erstmals sein ganzen Können aufbieten muss. In der nächsten Minute ist es wieder der Eisenstädter Schlussmann Covaciu, der nach einem direkt geschossenen Freistoß eingreifen muss. Die letzte Szene der ersten Hälfte gehört dann den Gastgebern. Nach einem Alleingang bringt Laszlo Kalocsai den Ball zur Mitte, die Neusiedler Abwehr kann aber zum Eckball abwehren, welcher anschließend leider nichts einbringt.

 

Die erste Torszene der zweiten Halbzeit gehört wieder den Gästen. Nach Pass von Andreas Pittnauer in der 50. Minute setzt Marc Kobor den Ball aber klar über das Tor. Zwei Minuten später ist es wieder Kobor, für den das Tor offenbar zu niedrig ist. Vielleicht sollte er es als Kicker im American Football probieren…

 

In der 57. Minute gelingt dem SCE eine sehenswerte Angriffsaktion. Der Ball läuft über mehrere Stationen und kommt dann zu David George, der kurzentschlossen aus fast 30 Metern Entfernung aufs Tor schießt. Sein Schuss passt genau ins linke Eck und die heimischen Fans dürfen zum ersten Mal an diesem Abend jubeln.

 

Zwei Minuten später hat Raul Bucur die Möglichkeit den alten Vorsprung wieder herzustellen, scheitert aber am gut postierten Covaciu. In der 65. Minute gibt es dann sogar die Chance für den SCE auf den Anschlusstreffer. Der Schuss von Laszlo Kalocsai geht aber ganz knapp am langen Eck vorbei. Ein 2:3 hätte dem Spiel in dieser Phase sicherlich sehr gut getan.

 

Praktisch im Gegenstoß gibt es aber wieder eine kalte Dusche für die Eisenstädter. Matus Vlna wird auf der rechten Seite sträflich alleine gelassen. Er braucht nur auf das Zuspiel zu warten und kann sich aussuchen, in welcher Ecke er den Ball unterbringt – 1:4. Das Spiel verliert nun etwas an Tempo. Neusiedl hat die drei Punkte sicher und Eisenstadt kann nicht viel nachlegen.

 

In der 81. Minute können die Seewinkler den Vorsprung noch weiter erhöhen. Wieder wird die rechte Angriffsseite nicht ausreichend verteidigt und Lukas Graßl ist zur Stelle, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Den Schlusspunkt setzt eine Minute vor dem Ende Matus Vlna, der nach einem Stanglpass als erster am Ball ist und damit zum Doppeltorschützen wird – Endstand 1:6.

 

Pünktlich nach 90 Minuten pfeift Schiedsrichter Alfred Kern die Partie ab. Auch wenn der Sieg der Neusiedler letztlich etwas zu hoch ausgefallen ist, ist er dennoch verdient. Beim SCE offenbarte sich noch einiges an Verbesserungspotenzial in der Abwehr. Hier ist natürlich nicht sehr hilfreich, dass diese in der Liga nur von zwei oder drei Gegnern ernsthaft auf die Probe gestellt wird.

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