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Der SCE dreht das Spiel und siegt zum Abschluss

 

Beim letzten Spiel in der 2. Klasse verwandelten die Eisenstädter einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Sieg und verabschieden sich damit standesgemäß aus der Liga.

 

Nachdem der SCE bereits als Aufsteiger feststeht, sieht man am Anfang der Partie in Wulkaprodersdorf nicht den ganz großen Kampfgeist. So haben die Hausherren in der 4. Minute die erste Chance. Thomas Dragschitz taucht alleine vor dem Tor von Torhüter Christoph Ruffini auf, schießt aber daneben. Im Gegenzug kommen die Gäste zur ersten Gelegenheit. Markus Steigleder kommt aus etwa 10 Metern zum Schuss, Tormann Tobias Thomassovits ist aber zur Stelle und wehrt ab.

 

In Minute 8 ist es wieder Thomassovits, der bei einem Vokshi-Schuss eine Glanzparade hinlegt und einen Rückstand verhindert. In der 13. Minute sind es abermals die Wulkaprodersdorfer, die angreifen. Zu nachlässig ist die SCE-Verteidigung, so dass hintereinander Thomas Dragschitz und Berd Grafl zum Schuss kommen. Letzterer ist es zwei Minuten später, der einen Stanglpass vor das Eisenstädter Tor bringt. Der Rettungsversuch von Stefan Habeler geht aber gründlich schief und er befördert den Ball ins eigene Tor.

 

Zum ersten Mal seit dem Spiel gegen Neusiedl gerät der SC Eisenstadt in Rückstand. Gleich nach dem Anstoß hat David George die große Ausgleichschance. Aber wieder ist Goalie Tobias Thomassovits zur Stelle und entschärft die Situation. In der 17. Minute sind dann wieder die Gastgeber an der Reihe. Thomas Dragschitz kommt außerhalb des Strafraums an den Ball und versucht es mit einem Weitschuss, der sich genau ins lange Eck zum 2:0 senkt.

 

Mit einem 2-Tore-Rückstand nach einer guten Viertelstunde haben die Favoriten aus der Landeshauptstadt eigentlich nicht gerechnet. So intensivieren sie die Offensivbemühungen dann doch etwas. In der 24. Minute trägt das dann auch endlich Früchte – wenn auch mit tatkräftiger Mithilfe des Gegners. Paul Knopf köpfelt einen knapp vors Tor gezirkelten Eckball ins eigene Gehäuse. Somit ist zumindest bei den Eigentoren der Gleichstand hergestellt.

 

Eisenstadt bekommt das Spiel nun besser in den Griff. Wulkaprodersdorf ist aber immer wieder gefährlich. Vor allem, wenn Bernd Grafl über rechts vorstößt. Ihn bekommt die Abwehr nur schwer in den Griff. In der 28. Minute gibt es Freistoß für das Heimteam in aussichtsreicher Distanz. Den gut angesetzten Schuss kann Christoph Ruffini aber mit einer guten Reaktion über die Latte drehen.

 

Eine sehenswerte Aktion führt dann zum vielumjubelten Ausgleich. Faton Vokshi wird in der 31. Minute mit einem Laufpass bedient, obwohl in Schussposition gibt er aber zu Alexander Kampitsch ab, der die Chance sicher verwandelt. Der Rückstand ist wettgemacht! Nun greifen die Aufsteiger weiter an. Denn das erste Unentschieden im letzten Spiel ist keine Option.

 

Schon eine Minute nach dem Ausgleichstreffer versucht Markus Steigleder aus rund 20 Metern das Tor zu treffen, es gelingt ihm aber nicht. Eine weitere Minute danach hechtet Stefan Habeler an einem Freistoß von David George nur knapp vorbei. In der 37. Minute muss Ruffini dann bei einem Entlastungsangriff der Hausherren durch Szabolcs Fekete eingreifen.

 

Drei Minute vor dem Pausenpfiff findet Laszlo Kalocsai ein Loch in der gegnerischen Abwehr und spielt Alexander Kampitsch ideal an. Dieser läuft auf Torhüter Tobias Thomassovits zu und lässt ihm keine Chance – 3:2! Kurz vor der Pause hat der immer gefährliche Bernd Grafl nach einem langen Pass noch die Ausgleichschance, er trifft das Tor aber nicht.

 

In der zweiten Hälfte haben die Gäste weiterhin das Heft in der Hand. Dominik Jakovlejevic tankt sich in Minute 54 durch die Reihen der Verteidigung. Einmal mehr rettet aber Tobias Thomassovits seine Mannschaft durch eine Parade. Drei Minuten später sind es wieder die Gastgeber, die den Ausgleich versuchen. Aus etwa 18 Metern scheitert Szabolcs Fekete mit seinem Weitschuss an Christoph Ruffini.

 

In Minute 58 wird Alexander Kampitsch mit einem weiten Pass gut in Szene gesetzt. Diesmal trifft er aber neben das Tor. In der 62. Minute macht er es aber besser. Laszlo Kalocsai setzt zu einem Sololauf an, spielt den Ball ideal nach links zu Faton Vokshi, dessen Stanglpass versenkt Alexander Kampitsch im Tor und vollendet damit seinen Hattrick*. Damit haben die SCE-Jungs einen Zwei Tore-Rückstand in einen Zwei Tore-Vorsprung verwandelt. Unmittelbar nach dem Tor wird der Dreifachtorschütze unter tosendem Applaus der Fans ausgetauscht.

 

Der für Kampitsch eingewechselte Christian Payer setzt den Ball sogleich nach einem guten Pass von Laszlo Kalocsai links über die Kreuzecke. Auf der anderen Seite verletzt sich Marco Pasterniak bei einer Abwehraktion ohne Einwirkung des Gegners, wodurch eine gute Chance auf den Anschlusstreffer entsteht, die aber nicht genutzt werden kann. Pasterniak kann weiterspielen.

 

In den Minuten 76 und 79 kann Torhüter Thomassovits sein Können ein weiteres Mal unter Beweis stellen. Zuerst prüft ihn David George mit einem Weitschuss, dann muss er nach einem sehenswerten Solo von Laszlo Kalocsai vor Nico Stiglitz retten. In der 82. Minute gibt es dann genau an der Strafraumgrenze einen Freistoß für Wulkaprodersdorf. Mario Horvath setzt diesen aber über das Tor. Drei Minuten später gibt es Freistoß auf der Gegenseite. David George scheitert aber an der gut postierten Mauer.

 

Kurz darauf folgt der Moment auf den die eingefleischten SCE Fans seit Spielanpfiff gewartet haben. In der 83. Minute wird Kapitän Matthias Kusolits ein letztes Mal unter tosendem Applaus eingewechselt bevor er seine Fußballkarriere nach über 400 Spielen beendet.

 

Auch die letzten Minuten gestalten sich unterhaltsam für das Publikum. Zwei Minuten vor Schluss flankt Dominik Jakovljevic vor das Tor, aber Matthias Kusolits kann den Ball nicht im Tor unterbringen. Die letzten beiden Chancen gehören den Hausherren. In der 89. Minute vergibt Mario Horvath einen echten „Sitzer“. Allein vor dem leeren Tor kann er den Ball nicht unter Kontrolle bringen. In der letzten Minute verhindert Torhüter Christoph Ruffini mit einem tollen Reflex den Anschlusstreffer.

 

Mit dem Schlusspfiff ist das Kapitel „2. Klasse“ für den SCE offiziell beendet. Ab August wird die Mannschaft in der 1. Klasse auflaufen und dort öfters im Seewinkel zu Gast sein. Mit kräftiger Unterstützung der Fans wird auch das eine Erfolgsgeschichte werden!

 

 

* Laut offizieller FIFA-Definition gilt ein Hattrick auch, wenn die Tore nicht in einer Halbzeit erzielt wurden.


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